Ich bin in einer Großfamilie in der niederrheinischen Stadt Kevelaer aufgewachsen. Bei fünf Geschwistern, einer Oma, einer Großtante und natürlich meinen Eltern war immer Leben im Haus.

Als Schüler hielt ich die Schule für überflüssig. Ein Erlebnis aus der Schule ist mir in guter Erinnerung. Wir sollten einen Aufsatz über unsere beruflichen Vorstellungen schreiben. Ich war mir unsicher, welchen Beruf ich anstreben sollte und schrieb deshalb: „Ich möchte einen Beruf haben, in dem ich mein Leben lang lernen kann.“ Heute kann ich sagen, dass mir dies gelungen ist.

Ich absolvierte eine kaufmännische Lehre. Danach holte ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach. Dann folgte das Studium der Sozialpädagogik, was ich schon bald für eine Fehlentscheidung hielt.

Der Besuch einer Vorlesung zur Paar- und Familientherapie

änderte meine Meinung schlagartig: Jetzt wollte ich Paar- und Familientherapeut werden. Sehr motiviert absolvierte ich neben dem Studium eine dreijährige Zusatzausbildung zum Paar- und Familientherapeuten. Nach dem Studium arbeitete ich in einem Jugendamt, war sehr engagiert und wollte etwas bewegen. Die Lust an der Arbeit verging mir jedoch schnell, denn bald musste ich feststellen, wie klein der Handlungsspielraum in einer Behörde ist. Deshalb ging ich in die freie Wirtschaft und lehrte Führungs- und Verkaufspsychologie in Verbindung mit Familientherapie.

Diese Arbeit machte mir große Freude, bis ich auch hier an Grenzen stieß und daher den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Neben der gewonnenen beruflichen Freiheit hatte ich nun auch mehr Zeit für meine Tochter.

In dieser Zeit kamen immer wieder neue Aufgaben auf mich zu. Ich schrieb ein Buch zur Paarbeziehung und bekam die Chance als Berater und darstellender Therapeut für Filme zur Paarbeziehung und familiären Problemen im Fernsehen.

Meine Überzeugung ist: Wir sollten unser Leben groß, stark und lebendig machen. Eine stabile, erfüllte Partnerschaft kann ein wichtiger Teil eines großen, starken und lebendigen Lebens sein.